Thursday, April 12, 2007

Back Link Was ist der Hospitality Club?

Caterina Rex aus Lübeck, Deutschland

Erste Erfahrungen als Gastgeber

Seit Dezember 2006 bin ich Mitglied im www.hospitalityclub.org. Das ist eine internationale Organisation, deren Mitglieder sich gegenseitig weltweit kostenlose, private Unterkünfte oder auch nur anderweitige Hilfe anbieten.

Nun hatte ich über Ostern zum ersten Mal Gäste bei mir zu Hause. Tarmo und Sigrid, ein estnisches Studentenpärchen, das zurzeit für zwei Jahre in Kopenhagen studiert, haben von Karfreitag bis Ostersonntag bei mir übernachtet.
Wir haben uns zunächst Freitagabend in meiner Bücherstube getroffen und sind zusammen zu Fuß zu mir nach Hause gegangen. Nachdem ich ihnen meine Wohnung gezeigt hatte, gab es für uns alle bei meiner Mutter, die gleich gegenüber wohnt, Spagetti und wir konnten uns bei einem ersten Gespräch kennen lernen. Da es für beide Seiten die erste Erfahrung mit dem Hospitality Club gewesen ist, war es für alle eine aufregende und spannende Sache, zu sehen, worauf man sich da so eingelassen hat.

Die Verständigung klappte mit etwas holperigem Englisch (vor allem meinerseits) sehr gut. Tarmo studiert Ingenieurwissenschaften für Akustik und Sigrid etwas im Transportwesen. Wir haben uns über Reiseerfahrungen ausgetauscht und Lübeck mit ihrer Heimatstadt Tallinn
verglichen. Bevor die beiden noch zu einem Abendbummel durch die Stadt aufgebrochen sind, haben wir noch schnell die Betten gebaut.

Nach einem gemeinsamen Frühstück am Samstagmorgen, sind Tarmo und Sigrid losgezogen, um sich den ganzen Tag Lübeck anzusehen. Abends waren die beiden dann noch in einem Jazzkonzert.

Am Sonntag habe ich sie mit dem Auto ganz früh zu ihrem Bus nach Kopenhagen gebracht.

Die beiden sind so nett und bescheiden, dass es wunderbar war, ihr Gastgeber im hospitalityclub gewesen zu sein.

Man richtet auf der Homepage eine eigene persönliche Seite ein, auf der man ein wenig von sich erzählt und einige Angaben zu seiner Person macht. Das System ist sehr gut geschützt. Man erhält kein Spam und auch keine direkten Anfragen. Die ersten Kontakte laufen zunächst immer erst über die Seite vom hospitalityclub. Man kann dann selbst entscheiden, ob man demjenigen, der eine Anfrage schickt, trauen will und einen direkten Kontakt über Email beginnt.

Als zusätzlichen Schutz muss der Gast seine Passnummer angeben, die man beim ersten Treffen kontrollieren kann.

Nach einem Besuch können beide, Gastgeber und Gast, im System Kommentare und Bewertungen abgeben, damit auch andere Mitglieder sich daran orientieren können.
Dieses erste Mal Gastgeber zu sein, war eine großartige und interessante Erfahrung. Ich bin schon gespannt, woher meine nächsten Gäste kommen werden.

Mir gefällt die Idee, sich auf diese Weise gegenseitig zu helfen und reisefreudige, nette Leute kennen zu lernen.

Man ist zu nichts verpflichtet; kann seine Gastfreundschaft so gestalten wie man möchte, mit mehr oder weniger Service drum herum, je nachdem, wie viel Zeit, Lust und auch finanzielle Mittel man investieren möchte. Die Gäste suchen eigentlich nur ein Dach über dem Kopf für die Nacht. Man kann nur Gastgeber sein, nur Gast oder auch beides.

Es wird nichts gegeneinander aufgerechnet. Es gibt schon mehrere tausend Leute, die weltweit Mitglieder sind und bereit sind, sich zu helfen. So findet man, wo immer man auch hin reisen möchte, immer eine Unterkunft.

Eine Einladung von Tarmo, ihn und Sigrid auch einmal in Kopenhagen oder Tallinn zu besuchen, habe ich schon.

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1 Comments:

Blogger lia from luebeck, germany said...

Isn't it wonderful that such a type of "exchange program" is possible? Lovely to know that your first experience went so well. May they continue so in the future.

12 April, 2007 18:08  

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